Editorial

Was heute dazu verführt, ganze menschliche Einheiten wie Familien, Freundschaften,Vereine und Stammtische etc. in das Netz zu stellen, wie es heißt, kann mir keiner so klar sagen. Und doch es ist so. Das Netz verführt zu solchen Auftritten, die besonders von den Jungen genutzt werden. Man nennt das auch Web 2.0 Und es reizt geradezu, sich so ein wenig wie exhibitionistisch zu verhalten.
Vielleicht ein Zeichen, ein Signal, dass die Großfamilie doch noch in uns schlummert? Zurück zu den Wurzeln, aber bitte verschlüsselt? Doch lieber wieder zusammen unter einem - virtuellen - Dach? In unserer vereinsamten Welt - gibt es da eine Art Zusammenrücken? Auf der Ebene des Internet, da ist man wieder vernetzt, beliebig groß, beliebig tief, beliebig vielfältig. Da gibt es wohl wieder ein Zusammenrücken, doch auf einer sterilen beliebigen Ebene. Und die Gefahren sind augenscheinlich: Wenn's wieder menschelt, ist es aber nicht mehr Internet und kann sogar kriminelle Ausmaße annehmen: dates mit ungewissem Ausgang, Suicidankündigungen u.v.m.
Ich finde dennoch, dass man das Netz zu solcher "Reunion" verwenden kann, ja muss, wenn nicht alles auseinander streben soll.

Zur Arbeit an der Website will ich auch etwas anmerken:

in eigener Sache